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Ammergauer Alpen

Ammergauer Alpen – Das beliebte Ausflugsziel

Auch unter dem Namen Ammergebirge bekannt, sind die Ammergauer Alpen eine Gruppe von Gebirgen, die sich in der nördlichen Hälfte der Kalkalpen in den bayrischen Bezirken Schwaben und Oberbayern sowie in Reutte im österreichischen Tirol befindet. Gesamt umfassen die Ammergauer Alpen eine Fläche von etwa 30 x 30 km, im Zentrum befindet sich eine Quelle, aus der ein Fluss entspringt – Die Ammer. Mit einer Höhe von genau 2340 Metern ist der höchste Gipfel der Ammergauer Alpen namens Daniel einer der höchsten Berge in der Region. Die Dichte der Bevölkerung ist in der Region äußerst niedrig, dennoch gibt es in jenem Gebiet eine hohe Anzahl an bekannten Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Zu diesen gehören zum Beispiel das Schloss Neuschwanstein sowie der Linderhof, außerdem die Wieskirche und das Kloster Ettal.

 

Ammergauer Alpen

Höchster GipfelDaniel (2340 m ü. A.)
LageGrenze Bayern / Tirol
Teil derBayerischen Alpen
in den Nördlichen Ostalpen
Fläche

637,0 km²

  • AT: 180,6 km²
  • DE: 456,4 km²

Fläche

Die Fläche liegt zu etwa 75 Prozent in Deutschland, zu den verbleibenden 25 Prozent in Tirol, Österreich

Die Fläche liegt mit etwa 75 Prozent zum größten Teil auf deutschem Boden, hier ausschließlich im Bundesland Bayern, wo sich die Ammergauer Alpen über mehrere Bezirke erstrecken. Weitere 25 Prozent liegen im österreichischen Bundesland Tirol. Die Region wird durch die Orte Füssen, Garmisch Partenkirchen, Oberammergau, Ehrwald und Reutte begrenzt. Zu einem besonders beliebten Ziel für Wanderer werden die Ammergauer Alpen am nördlichen Ende der Alpen vor allem durch die vergleichsweise geringe Entfernung zu mehreren großen Städten und den zugehörigen Ballungszentren. Auch die etwas geringere Höhe der Ammergauer Alpen im Vergleich zu anderen Gebirgsgruppen macht die Region zu einem optimalen Anlaufpunkt für den durchschnittlichen Abenteurer, der nicht auf der Suche nach extremen Herausforderungen ist.

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Tagestouren in den Ammergauer Alpen

Gipfel eigenen sich hervorragend für Tagestouren, hier ist es in der Regel kein Problem, den Gipfel direkt von einem der Orte in den Tälern direkt zu erreichen

Speziell die zahlreichen Gipfel eigenen sich hervorragend für Tagestouren, hier ist es in der Regel kein Problem, den Gipfel direkt von einem der Orte in den Tälern direkt zu erreichen, bedingt durch diesen Umstand ist auch die auffällig geringe Anzahl von Vereinshütten in den Ammergauer Alpen. In der Region gibt es insgesamt nur 2 Seilbahnen, diese befinden sich beide in den nördlichen Ausläufen der Gebirge, namentlich sind diese die Tegelberg Seilbahn und die Laber Bergbahn. Zusätzlich gibt es drei Sessellifte, die sich aus dem Buchenberg Lift, dem Lift am vorderen Hörnle und dem Kolbensattel Lift ergeben. Auch die Sessellifte befinden sich in den nördlichen Bereichen, betrachtet man die zentralen und südlichen Bereiche , so sind ausnahmslos keine Lifte oder Bergbahnen zu finden. Die privat betriebene Kenzenhütte etwa, die sich in diesem Gebiet befindet, kann nur über eine Buslinie erreicht werden. Die Ammergauer Alpen besitzen einen Teil der Grenze zwischen den bayrischen Bezirken Oberbayern und Schwaben, diese verläuft relativ direkt von Nord nach Süd durch das Gebirge.

Die 10 höchsten Gipfel der Ammergauer Alpen:

  1. Daniel 2340 m
  2. Upsspitze 2332 m
  3. Plattberg (Hochschrutte) 2247 m
  4. Kohlbergspitze 2202 m
  5. Großes Pfuitjöchle 2197 m
  6. Kreuzspitze 2185 m
  7. Pitzenegg 2179 m
  8. Geierköpfe 2164 m
  9. Kleines Pfuitjöchle 2145 m
  10. Kesseljoch 2131 m

Arten von Gestein

Das Material, aus dem die Ammergauer Alpen bestehen, ist zu größten Teilen sogenanntes Hauptdolomit. Hauptdolomit ist von Außen vor allem an den markanten, kantigen Gipfeln und der typischen Kreuzspitze zu erkennen. Aus verschiedenen Arten von Dolomit besteht in erster Linie der südliche Teil der Ammergauer Alpen, wo unter anderem auch kleinere Mengen an Plattenkalk zu finden sind, diese führen zu einer eher unspektakulären Form der Gipfel. Ein größeres Maß an Abwechslung bieten hier die Gipfel im nördlicheren Bereich der Ammergauer Alpen, wo sich verschiedene Arten von Gestein in komplexen Gefügen treffen, sodass durch die verschiedenen Schichten des Gesteins eine abwechslungsreiche Form des Gebirges ergibt.

Wettersteinkalk

An vielen Stellen sind die lebhaften Formen der Gebirge im nördlicheren Teil der Ammergauer Alpen auf einzelne Vorkommen von sogenanntem Wettersteinkalk zu führen, der oft in Kombination mit verschiedenen Arten von Dolomit zu finden ist. Ohne jeden Zweifel den meisten Eindruck schinden aber die bekanntesten Gipfel namens Hochplatte und Säuling, diese sind in kleineren Mengen auch mit Anteilen von Tonstein, Sandstein, Mergel, Radiolarit, Kieselkalk und Konglomerat durchzogen. Bewegt man sich weiter an die äußeren Bereiche der Ammergauer Alpen, so werden hohe Anteile von Flysch erkennbar, die zum Beispiel am Hörnle oder dem Hohen Bleick gut zu sehen sind.

Die meist sehr rundlich geformten Oberflächen des Flysch entstehen durch die hohe Anfälligkeit dieses Gesteins für Erosion.

Die meist sehr rundlich geformten Oberflächen des Flysch entstehen durch die hohe Anfälligkeit dieses Gesteins für Erosion, wodurch sämtliche Kanten im Laufe der Jahre geglättet werden. Ein weiteres, besonders typisches Merkmal für Gipfel aus Flysch ist die vergleichsweise dichte Bewaldung, die sich in der Regel sogar bis an den Gipfel selbst zieht.

Ansammlungen von Dolomitschutts

Durch den hohen Anteil von Dolomit in den Gebirgen der Ammergauer Alpen entstehen die bekannten, enormen Schuttströme, die fast ausschließlich aus Dolomitschutt bestehen und im Extremfall sogar ganze Täler verschütten können. Am stärksten ausgeprägt sind die Ansammlungen des Dolomitschutts in den südlicheren Bereichen, so zum Beispiel auf der Kreuzspitze, aber auch an den nördlichen Flanken des Hauptkamms der Ammergauer Alpen.

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Größtes Naturschutzgebiet des Bundeslandes Bayern

Bis heute ist das Ammergauer Alpen ein sehr naturnah gehaltenes Gebiet, welches nur äußerst schwach besiedelt und fast nicht erschlossen ist. Erhalten wird dieses Erholungsgebiet im Sinne der Natur durch das größte Naturschutzgebiet des Bundeslandes Bayern, welches sich hier erstreckt. Aktuell ist sogar im Gespräch, ob die Ammergauer Alpen zu einem Nationalpark gemacht werden sollen. Dabei ist die Rede von einer Fläche von rund 23.000 Hektar, welche als Kerngebiet genutzt werden und vom Freistaat Bayern abgetreten werden soll.

Hoher ökologischer Wert

Da sich die Griese der Ammergauer Alpen stets bewegen, ergibt sich durch sie ein hoher ökologischer Wert. Dieser entsteht durch die Möglichkeiten, die seltenen Pflanzen durch die seltenen Umstände geboten werden. Beispiele für die besonderen Arten sind etwa die Spirke, welche nur durch die regelmäßige Schuttbewegung im Friedergries wachsen kann. Die Eisglöckchen sowie die Monte Baldo Segge sind besondere Kleinpflanzen, sie kommen ausschließlich in den Ammergauer Alpen und sind nirgendwo sonst zu finden, sofern man die Suche auf die nördlichen Alpen eingrenzt.

Hoch- und Niedermoore

Die Ammergauer Alpen haben allerdings nicht nur für die Natur einen hohen Wert. Auch international haben sie eine große Bedeutung, vor allem die verschiedenen Hoch- und Niedermoore sowie die Waldgesellschaften der unterschiedlichen Arten machen sie zu einem interessanten Gebiet in viererlei Hinsicht. Auch besondere Arten von Wiesen wie etwa der Magerrasen, das Feuchtgrünland oder der Borstgrasrasen sind besondere Merkmale der Pflanzenwelt in den Ammergauer Alpen.

Seen

Zwei der wichtigsten Seen in den Ammergauer Alpen sind der Heiterwanger See und der Plansee, sie sind zugleich zwei der prächtigsten Seen von Tirol. Die beiden Seen liegen in Tallage, welche eine durchaus selten zu findende Sache in den nördlicheren Kalkalpen ist. Die Seen liegen nach dem Vorbild eines Fjords in den bewaldeten Hängen der Berge, wo sie die Hänge förmlich einschneiden. Auch am nördwestlichen Rand gibt es einige Seen zu entdecken, zu diesen gehören zum Beispiel der Alpsee, der Schwansee oder der Bannwaldsee.

Wirtschaft

Wirtschaftlich sind die Ammergauer Alpen auch wegen ihrer zahlreichen Moore ein sehr lebendiges Gebiet. Die Vorkommen von alpinem Bergkiefern Hochmoor werden in den Ammergauer Alpen an rund 25 Moorlöchern gewonnen. Der Wert des abgebauten Moores ergibt sich durch spezielle Substanzen, die in der Masse enthalten sind. Diese besitzen die Fähigkeit, den Stoffwechsel sowie die Hormondrüsen anzuregen und werden deshalb gerne in der alternativen Medizin eingesetzt. Von chemischer Seite aus betrachtet enthalten die Moore zudem einen vergleichsweise hohen Anteil von Ulmin- sowie Fulvinsäuren.

Dass die Ammergauer Alpen und vor allem seine Täler dicht mit Moosen und Filzen bewachsen sind, ist auf die letzte Eiszeit in dieser Region zurückzuführen. Diese endete erst vor etwa 10.000 Jahren und war damit eine der letzten, die es im mittleren Europa gab. Auch einzelne Teile der Wälder in den Ammergauer Alpen werden wirtschaftlich genutzt, hier wurde in den vergangenen Jahrzehnten ein dichtes Netz von Forststraßen aufgebaut. Diese dienen zwar vorrangig zur Überwachung der Arten, werden aber in einigen Fällen auch für den kontrollieren Abbau bestimmter Hölzer aus den Ammergauer Alpen verwendet.

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Orte

Oberammergau, Ettal / Graswang / Linderhof, Unterammergau, Saulgrub / Altenau / Wurmansaum, Bad Kohlgrub, Bad Bayersoien, Halblech, Schwangau

Oberammergau ist bekannt für seine Lüftlmalerei und Holzschnitzer und für die alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele.

Sehenswürdigkeiten

Ammerdurchbruch Scheibum, Bayersoiener See, Holzschnitzerei, Hörnle, Kirche St.Peter und Paul, Kloster Ettal, Kreuzigungsgruppe, Laber-Bergbahnm, Lüftlmalerei an den Hausfassaden, Oberammergau Mueseum, Passionstheater Oberammergau, Pilatushaus, Schloss Linderhof, Schleifmühlklamm Unterammergau

Berghütten

Es gibt drei Hütten des Alpenvereins sowie einige privat betriebene Hütte im bayerischen Teil der Ammergauer Alpen.August-

  • Schuster-Haus auf dem Pürschling: 1564 m
  • Berggasthof Kolbenalm
  • Berggaststätte Romanshöhe (Aufacker)
  • Brunnenkopfhäuser: 1602 m
  • Hörndlhütte: 1390 m
  • Hörnle-Alm
  • Kenzenhütte: 1294 m
  • Kolbensattelhütte
  • Laber Berggasthaus
  • Soila-Alm